Streik legt Bayerns öffentlichen Nahverkehr still

Keine Woche nach dem Warnstreik der deutschen Bahn kam an diesem Dienstag nun der öffentliche Nahverkehr in Bayerns Städten zum Erliegen. Die Gewerkschaft ver.di wollte mit diesem 24-stündigen Streik ein klares Zeichen setzen.


9,5 Prozent, mindestens aber 250€, mehr Lohn fordert die Gewerkschaft ver.di von den Arbeitgebern. Diese wollten auf die Forderung aber nicht eingehen, sondern boten lediglich einen Inflationsausgleich bei erhöhter Arbeitszeit an. Darüber war die Gewerkschaft natürlich nicht erfreut und wies das Angebot sofort zurück. Außerdem wurden sofort Warnstreiks angekündigt, die am Montag nur noch auf ihre Bestätigung warteten.

Ab der ersten Schicht, die um circa 3:30 Uhr begann, war es in den bayerischen Städten München, Nürnberg, Augsburg, Schweinfurt, Landshut, Regensburg, Passau und Schweinfurt dann endlich so weit. Busse, Straßen- und U-Bahnen standen still – für 24 Stunden. Für viele Menschen bedeutete das, dass sie zu spät oder gar nicht zur Arbeit erscheinen konnten. Andere mussten längere Zeit auf Busse anderer Firmen warten oder sich eine Fahrgelegenheit bei Bekannten verschaffen. Außerdem war es den Schülern sogar erlaubt zu spät zu kommen, sofern sie nicht direkt um die Ecke wohnten.

In Radio und Zeitung wurde sogar vor einem möglichen Verkehrschaos gewarnt. Diese Warnungen wären laut Angaben der Polizei dagegen gar nicht nötig gewesen. Zwar gab es in allen Städten vereinzelte Staus, doch der Verkehr lief sehr gut. In Augsburg, der Stadt mit einem der größten deutschen Schienennetze, ging es ohne Straßenbahnen stellenweise sogar zügiger voran als sonst.

Auch wenn der Streik wohl ein Zeichen gesetzt hat, sieht es derzeit nicht nach einer Einigung im Tarifstreik aus. Deshalb ist nicht auszuschließen, dass spätestens Mitte März die öffentlichen Verkehrsmittel erneut still stehen werden. Sollte das der Fall sein, ist es mit einem Tag wohl nicht getan. Außerdem wird es auch keine Ankündigung mehr geben.

Veröffentlicht am 04.02.2009 von Fabian.

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