Das Adam Smith Problem

Das Adam Smith Problem bezeichnet in der Sozialwissenschaft den Kontrast zwischen Adam Smiths Frühwerk und seinem Meisterwerk "Der Wohlstand der Nationen". Doch hat Adam Smith sich wirklich widersprochen? Unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Wirtschaftskrise ist diese Frage aktueller denn je. Dabei stellt sich heraus: Wer sich auf Deregulation und Freiheit des Marktes beruft, der schweigt in diesen Krisenzeiten. Denn vergessen wurde: Deregulation nur, wenn der Unternehmer soziale und rationale Aspekte nicht vergisst. Auf den Spuren von Adam Smith, der Subprime Krise und ihren gigantischen Ausmaßen für das hier und jetzt und für die Zukunft.


Adam Smith

Adam Smith

Als Begründer der modernen Ökonomie gilt ohne Zweifel Adam Smith mit seinem Meisterstück, dem "Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations" - also "Der Wohlstand der Nationen". Lange Zeit beriefen sich Manager, Konzernchefs und Finanzmogule auf ihn und eben dieses eine Werk. Mehr Deregulation, weniger Bürokratie, weniger Sozialleistungen und gerechtfertigter Egoismus - also im Endeffekt die "dicken Bonuszahlungen" die die BILD immer anprangerte.

Sie alle sind verstummt, nachdem sich der deregulierte Markt selbst vor die Wand gefahren hat. Und ausgerechnet der Staat, "der sich aus allem rauszuhalten hat" muss nun retten. 1,3 Billionen US Dollar wurden im großen Stil verzockt - so Schätzungen des internationalen Währungsfonds. Eine Summe, die nun durch den Paulson-Plan (700 Milliarden Dollar), das deutsche Finanzmarktstabilisierungsgesetz (400 Milliarden Euro) und Zinssenkungen aufgefangen werden soll - doch warum zögern die Banken?

Antwort ist: Adam Smith. Sich auf ihn zu berufen und Deregulation zu fordern war lange Hobby Nummer 1 der "dicken Bonzen", wie sie im Proletariat heißen. Nun wo die Realwirtschaft in eine Rezession zu fallen droht, deren Auswirkungen nach übereinstimmenden Schätzungen von Spiegel und Finanzminister Peer Steinbrück noch bis Ende 2009 zu spüren sein werden, ist es eine Blöße zugeben zu müssen, das man sich getäuscht hat.

Doch wer sich geirrt hat ist nicht etwa Adam Smith, sondern die großen Bosse. Noch vor dem "Wohlstand der Nationen" erschien nämlich "The Theory of Moral Sentiments" (Theorie der ethischen Gefühle). Im Wohlstand der Nationen spricht Smith davon, dass dem wirtschaftenden Subjekt größtmögliche Entscheidungskompetenz eingeräumt werden sollte. Davon ausgehend dass ein Mensch als wirtschaftendes Subjekt nur aus eigenem Egoismus, also Streben nach Gewinn und schlussendlich persönlichem Reichtum, Antrieb erhält die Wirtschaft zu fördern und in die Güterproduktion zu investieren beschreibt er in seinem weltberühmten Werk das sich der persönliche Egoismus durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, das Erreichen von Innovation und Weiterentwicklung und das Zahlen von Steuern und Reinvestitionen in das Land das ihm diesen Freiheiten gewährt der persönliche Egoismus und das "knallharte wirtschaften" zum Wohle aller, auch der ärmsten auswirken wird - bis hin zum Gemeinwohl der gesamten Nation. Dazu sei es unabdinglich, dem Unternehmer alle möglichen Freiheiten einzuräumen, also Abschaffung staatlicher Kontrolle, Lohn- und Preisniveau in Eigenverantwortung und ähnlichem.

Diese Grundidee Smith's ging im Urkapitalismus der USA auf, dem dereinst mächtigstem und reichstem Land der Erde. Bis heute ist kein Wirtschaftsmodell erfolgreicher gewesen - der Kommunismus hat bis heute nie funktionieren können. Und wer sich da auf China beziehen möchte, dem sei gesagt, dass wir hier von einem völlig neuen, nicht mit dem Urkommunismus vergleichbarem System reden.

Um nun zurück auf die Finanzbosse zu kommen: Meine ursprüngliche Aussage lautete, das nicht Smith irrt - sondern die mächtigen Verwalter des Kapitals. Denn wie gesagt: Noch vor "Der Wohlstand der Nationen" erschien die "Theorie der ethnischen Gefühle". In ihr zeichnet Smith ein anderes Bild vom Menschen. Seine Vorstellung vom Menschen sieht er von Moral geprägt. Um sein eigenes Wesen (also auch Gier nach Reichtümern) leben zu können, müsse der Mensch nach ethnischen Grundsätzen in der Gesellschaft leben um von ihr akzeptiert zu werden und um in ihr seinem Wesen nachgehen zu können. Anders gesagt: Das Individuum muss sein Auftreten und seine moralischen Werte um gebilligt zu werden den Gegebenheiten anpassen und nach von der Gesellschaft geforderten Idealen handeln. Er bezeichnet derartig allgemein gebührliches Verhalten als "Fairness und Anständigkeit", die sich als Gemeinsinn - dem „common sense“ zusammenfassen lassen.

Dieser augenscheinliche Widerspruch zwischen seinem frühen Werk "Theorie der ethischen Gefühle" und dem späteren Werk "Wohlstand der Nationen" wird gemeinhin als "Adam Smith-Problem" bezeichnet. Doch hat sich Smith selbst widersprochen?

Nein, hat er nicht. Das Menschenbild aus dem Frühwerk widerspricht dem des "profitgeilen Wirtschaftssubjekts" nicht. Um seinem Gewinnstreben nachgehen zu können und damit ihm Freiheiten gewährt werden können, muss demnach laut Smith das Handeln des egoistischen Subjektes ein moralisches Mindestmaß erfüllen. Was hat das nun mit der weltweiten Wirtschaftskrise zu tun? Dazu muss weiter ausgeholt werden.

Kredite ohne asureichende Bonität? Kein Problem!

Kredite ohne asureichende Bonität? Kein Problem!
Fotograph: Meisterkoch, lizenziert unter Creative Commons SA-3.0.

Die Geschichte der Krise beginnt etwa im Jahr 2001. Bis dahin war der Leitzins auf Kredite in den USA stark gesunken; im Jahr 2003 betrug er gerad einmal 1%. Darum witterten kleinere und mittelgroße Immobilienfinanzierer die Chance auf große Gewinne. Die Finanzierer vergaben Kredite für den Häuserkauf oder Häuserbau selbst an Kunden, deren Bonität unter normalen Voraussetzungen nicht ausgereicht hätte. Unter anderem war der geforderte Eigenanteil an der Finanzierung (Eigenkapital) sehr gering. Aufgrund der niedrigen Zinsen konnten diese Geringverdiener die Kreditraten trotzdem bedienen. Diese risikobehafteten Kredite wurden "Subprime-Kredite" genannt.

Die günstigen Konditionen und die sorglose Vergabepraxis holte immer mehr träumerische Häuslebauer ins Boot. Dadurch stieg die Nachfrage nach Immobilien sprunghaft. Doch das Angebot bereits verfügbarer - also schon gebauter Häuser und Wohnungen genügte der gigantischen Nachfrage nicht. In Folge dessen stiegen die Immobilienpreise in astronomische Höhen. Jeder Eigentümer hatte nun die Aussicht, seine Immobilie gewinnbringend weiterzuverkaufen. In Aussicht auf steigende Preise für Wohneigentum gewährten die Kreditgeber jetzt auch gänzlich ohne Eigenkapital Kredite (immerhin bestand als Sicherheit eine stetig im Preis steigende Immobilie); was wiederum zusammen mit den steigenden Preisen noch mehr potenzielle Eigenheimbesitzer anzog. Immerhin bestand nun die Aussicht, das eigene Haus oder die eigene Wohnung sehr gewinnbringend weiterzuverkaufen.

Doch die Zinsen auf die Kredite sollten nicht lange niedrig genug bleiben damit die stolzen Eigenheimbesitzer sie zurückzahlen konnten. Der Leitzins stieg wieder an und viele der Subprime-Kunden konnten die Kreditraten nicht mehr bedienen. Die Immobilienfinanzierer waren faktisch pleite, da sie sich das Geld für die vergebenen Kredite wiederum von höher gestellten Immobilienfinanzierern wie Lehman Brothers geliehen hatten. Die letzte Chance bestand für sie darin, den Besitz der Eigentümer einer Zwangsräumung zu unterziehen und die Kredite durch Verkauf des Hauses zu begleichen. Da durch den höheren Leitzins und den vorangegangenen Boom aber kaum Nachfrage nach Immobilien bestand, bleiben viele Immobilienfinanzierer reihenweise (im wahrsten Sinne des Wortes) auf ihren Häusern sitzen. Die wenigen Häuser die sie verkaufen konnten erzielten nicht den erwarteten Preis; denn das Angebot war durch die massenhaften Verkäufe durch Überschuldung rapide gewachsen. Eine große Masse verfügbarer Immobilien stand nun sehr geringer Nachfrage gegenüber - nach dem Gesetz des Marktes führte dies also zu kleinen Preisen.

Um die drohende Pleite abzuwenden verkauften die kleinen bis mittelgroßen Immobilienfinanzierer die Kredite mitsamt deren Kreditnehmern als "Kreditpakete" an übergeordnete, landesweite Tycoons wie "Lehman Brothers". Somit hatten sie ihr Risiko auf größere Finanzierer abgewälzt, die mit den Krediten das große Geschäft witterten. Für diese stellten sich die Kredite jedoch bald als fauler Deal heraus. Sie mischten daher einen Teil der risikoreichen Subprime's mit weniger risikobehafteten Krediten und verkauften sie wiederum als Pakete von Krediten an Großbanken weiter. (Viele der Kredite wurden weiterhin nicht oder nur unzulänglich bedient, Gewinne durch die Kredite waren nicht in Aussicht)

Die Banken vermuteten ihrerseits große Gewinnspannen und nahmen die Pakete dankend an. Bis zu diesem Punkt wurde das Risiko nur verschleppt. Aus der anfänglichen Subprime-Krise war durch das Weiterreichen der Kredite bereits die US-Hypothekenkrise geworden.

Es kam wie es kommen musste: Die große Blase platzte. Jedes Glied der Kette hatte sich vom übergeordneten Glied Geld leihen müssen um die Kredite zu kaufen und die unrentablen aufzufangen, aber auf der höchstmöglichen Instanz - den Großbanken gab es keinen Spielraum zum Weiterreichen der Kredite. Da diese noch immer nicht bedient werden konnten (zurückzuführen auf die geringe Bonität der Kreditnehmer und die steigenden Leitzinsen) mussten die Großbanken Milliardensummen abschreiben.

In Folge dessen konnten die Großbanken aus Verlustangst und geringer Bilanz weniger Kredite an die Hypothekengeber wie Lehman Brothers vergeben, die wiederum ihrerseits den Kreditkreislauf mit den kleineren Finanzierern und Banken nicht aufrecht erhielten.

Doch gegenseitiges Vertrauen und damit auch gegenseitige Vergaben von Krediten sind im Finanzmerkt des 21. Jahrhunderts unabdingbar. 2007 erfuhr die Öffentlichkeit erstmals von der großen Pleite, als diejenigen die die Subprime-Kredite vergeben hatten pleite gingen

Mensch: ein Tier, das Geschäfte macht, kein anderes Tier tut dies - kein Hund tauscht Knochen mit einem anderen.

Ein Eingreifen 2007 hätte vielleicht vieles verhindern können. Doch dazu kam es nicht, denn die Dimensionen wurden von den Banken aus Furcht vor Kursverlusten der eigenen Aktien verschleiert.

Erst um den September 2008 kam es zur großen Offenbarung, als Lehman Brothers "pleite machte". Plötzlich war die Welt in Aufruhr. Das große Bankensterben war schon im Gange. Der Dax verlor mehr als die Hälfte seines Wertes, Dow Jones und Nikkei, alle Indizes weltweit.

Seitdem wurden stetig weitere Pleiten bekannt. Die Kursverluste sorgten für Unruhe bei weiteren Anlegern und Privatinvestoren. Gleichzeitig ist der Firmenwert gesunken und nötige Darlehen um die Produktion auszuweiten oder am laufen zu halten blieben aus. Zugleich entzogen Anleger panikartig ihr Investitionskapital dem Markt, weiterer Kursverlust war die Folge. Zuletzt befand sich der DAX bei 4000 Punkten. Die Bankenpleiten führten zeitgleich dazu, dass Kunden in den USA ihre Einlagen verloren. Denn eine Sicherung der Einlagen wie in Deutschland (20.000 €) existierte nicht.

De Fakto ist Island inzwischen Bankrott, da eingeforderte Kredite vom Staat aus nicht zurückbezahlt werden können. Grund ist die Rettung der größten Banken des Landes. Dem Finanzmerkt fehlten also von vielerlei Seiten Einnahmen und Einlagen. Die Kreditvergabe, die unabdingbar ist, geriet ins Stocken. Und so wurden die großen Finanzspritzen nötig, die ich eingangs erwähnte. Noch immer herrscht Unsicherheit.

Wer hat sich geirrt? Adam Smith oder die Finanmogule von heute?

Das Adam Smith Problem. Smith irrt nicht. Er machte soziale Verantwortung, Vernunft und Rationalität in seinem Frühwerk als Essentiell deutlich und in seinem Spätwerk begründete er die heutige Marktwirtschaft. Viel mehr also haben sich die profitgierigen Wirtschaftssubjekte getäuscht. Freiheit des Marktes und Deregulierung ja, Konkurrenz und freies Lohnniveau ja, aber nicht ohne soziales und rationales Handeln. Doch das haben die Manager, Konzernchefs und Aufsichtsräte aus den Augen gelassen. Deswegen konnte es so weit kommen.

Die Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind schon da. Bei Opel, Daimler, GM und BMW stehen die Bänder still. Durch Unsicherheit, Verluste und mangelnde Kredite brechen die Umsätze ein. Mehr als ein Dutzend DAX Unternehmen haben ihre Gewinnprognosen deutlich gesenkt. Der Internationale Währungsfonds rechnet für 2009 mit der ersten weltweiten Rezession seit dem 2. Weltkrieg. Die Arbeitslosigkeit in den USA steigt seit September signifikant.

Es verbleiben wenige Szenarien:

1) Adam Smith rettet uns: Der Markt fasst wieder gegenseitiges Vertrauen und erleichtert den Kreditfluss wieder. Die Kurse steigen und Anleger investieren wieder Geld in die Unternehmen, wodurch die Produktion weiter verbessert und erhöht werden kann. Zugleich locken niedrige Preise, staatliche Zuschüsse und weniger Steuern die Konsumenten zum kaufen neuer Produkte. Eine Folge ist der Bedarf nach mehr Humankapital. Die weltweite Arbeitslosigkeit sinkt, wodurch das Volkseinkommen steigt. Der Konsum wird dadurch weiter angeregt, sodass die Unternehmen mehr Gewinne machen. Profiteure sind die Anleger, die daraufhin ebenfalls Gewinnsteigerungen erhalten. Die Zahl der Anleger steigt dadurch wieder und der Staat kann die Steuern wieder erhöhen. Gleichzeitig können die faulen Subprime-Kredite ohne große Beanspruchung der Hilfspakete getilgt werden. Aus der Krise resultiert eine Gegenbewegung.

Keine Gesellschaft kann gedeihen und glücklich sein, in der der weitaus größte Teil ihrer Mitglieder arm und elend ist.

2) Wir kommen mit einem blauen Auge davon: Unternehmen müssen zwar weiterhin Gewinne abschreiben, der Staat muss das Volumen der Hilfspakete ausschöpfen um die Subprime Kredite zu tilgen. Das Vertrauen in den Markt ist von Grund auf erschüttert, sodass der Staat eine höhere Regulierung einführen muss um das Vertrauen zu stärken und Investitionen zu fördern. Die Rezession kommt, jedoch hat sie eher geringe Auswirkungen. Die Arbeitslosigkeit steigt auf das Niveau von 2004/ 2005, der Staat kann sein Ziel schuldenfrei zu sein nicht einhalten. Dennoch ist der Wohlstand des Volkes und damit die Kaufkraft eher geringfügig gesunken. In den nächsten Jahren kann daher wieder langsamer Aufschwung stattfinden.

3) Der Super Gau: Unsicherheit und Kursabstürze sorgen für den Wertverlust an den Transfermärkten. Anleger entziehen dem Geld reihenweise das Kapital, der Unternehmenswert taxiert stetig geringer da die Kurse fallen. Somit fehlt wichtiges Kapital zur Investition. Um den Trend aufzufangen, entlassen die Unternehmen reihenweise Arbeiter. Damit steigt die Arbeitslosigkeit auf ein untragbares Maß. Der Staat kann seine Sozialleistungen nicht mehr zusichern. Das Volkseinkommen sinkt massiv, sodass die Kaufkraft auf ein historisches Tief einbricht. Dadurch stehen den verfügbaren Gütern nur wenige Käufer entgegen, die es sich überhaupt leisten können.

Die Preise fallen, jedoch kann immer weniger abgesetzt werden. Die ersten Unternehmen gehen in Insolvenz, wodurch weitere Arbeitslosigkeit grassiert. Der Staat erhält in Folge dessen immer weniger steuern. Die Anleger verlieren nahezu das gesamte Investitionskapital, weil die Papiere durch geringen Absatz und Firmenpleiten keinen Wert mehr haben. Erste Engpässe entstehen durch die Unterproduktion essentieller Güter. Es kommt zur totalen Armut der Unter- und Mittelschicht.

Aus Unmut über die Zustände finden Plünderungen statt, die Arbeitsämter sind überfüllt. Kurz nach ihrer Wahl tritt die Bundesregierung bereits wieder geschlossen zurück. Der Staat ist Pleite. Die Haushalte können sich kaum noch ernähren. Durch die fehlenden Exporte kommt es zur Hungersnot in strukturschwachen Staaten. Die Welt sieht sich damit einer schwereren Krise als 1920 entgegen.

Ein Mensch, der kein Eigentum erwerben darf, kann auch kein anderes Interesse haben, als so viel wie möglich zu essen und so wenig wie möglich zu arbeiten.

Adam Smith hat nicht geirrt. Doch im Profitstreben wurde der soziale Ansatz von Smith vergessen. Entlassungen in Zeiten exorbitanter Gewinne, Ausbleiben von Gehaltserhöhungen für Arbeiter, aber Erhöhung der Managerbezüge, Entlassungen durch Mechanisierung, Hoffnung auf Gewinne durch Kreditvergabe an Haushalte mit geringer Bonität, Hoffnung auf Gewinne durch Weiterverkauf ganzer Kreditpakete. Die Liste könnte noch beliebig länger sein.

Und ein Mann steht nun im Kreuzfeuer all dessen: Der erste schwarze Präsident in der Geschichte der USA - Barack Hussein Obama. Auf ihm ruht die Hoffnung des amerikanischen Volkes, ein Stück weit die der gesamten Welt. Kann er nicht halten was er versprochen hat, und kann das Vertrauen in den Markt nicht nachhaltig gestärkt werden, dann kommen dunkle Zeiten auf uns zu. Doch Hoffnung besteht: Die Börsen legen bereits wieder zu, die staatlichen Hilfspakete werden endlich angenommen. Die gesamten Spareinlagen der Deutschen sind vom Staat gesichert worden.

In diesem Sinne ... in eine sichere Zukunft für uns alle.

Veröffentlicht am 09.11.2008 von Raphael.

Literatur zum Thema

Adam Smith

Reichtum der Nationen. Hauptwerke der großen Denker

Produktbeschreibung von Amazon: Niemand, der sich ernsthaft mit Wirtschaft beschäftigt, kommt um dieses opulente Werk herum: Auf fast 1000 Seiten präsentiert sich der "Reichtum der Nationen" dem Leser als klassischer, pragmatischer und leicht lesbarer Meilenstein der Wirtschaftsgeschichte. Das Werk und sein Autor Adam Smith geistern durch jedes Lehrbuch für Volkswirtschaftslehre. Doch erst im Zusammenhang entfalten die heutzutage oft fragmentarisch oder sogar falsch wiedergegebenen Thesen ihre ganze soziale und wirtschaftliche Innovationskraft. In eine Zeit, in der absolutistische Nationalstaaten die Edelmetallvorräte der Welt an sich rissen und mit einer dirigistischen Exportpolitik den eigenen Reichtum zu mehren versuchten, platzte Smith mit einer völlig neuen Idee über den Reichtum eines Landes: Nicht das Gold, sondern die vom Volk geleistete Arbeit sind die Quelle des Wohlstands.

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