Hey, hast du da ein IPhone?

Die Jugend will ja eigentlich immer cool sein. Und weil Markenturnschuhe nebst Goldketten ja schon irgendwie "out" sind, gibt es seit einigen Jahren die obergeilen "Gadgets" von Apple...


Ja, hinreichend cool zu sein ist ja immer eine zentrale Lebensaufgabe. Ab 219 Euro gibt's deswegen aus dem Silicon Valley in San Franciso, Kalifornien aus Steve Jobs Designmanufaktur Apfel was gesundes - den I-Pod Touch. Unfassbar, der hat tatsächlich einen Touchscreen. Und noch unglaublicher - der hat 8 Gigabyte Speicher! Das hieße, man könnte bis zu 7.000 Songs abspeichern - theoretisch.

Gut, es hat sich jetzt noch niemand die Frage gestellt, wer denn 7.000 Songs am Stück hören kann und ob es wirklich 7.000 hörenswerte Songs gibt. Aber das spielt bei dem, was ich auf den meisten I-Pods so sehen oder hören kann auch keine Rolle. Die ganze Musik ist da eh scheiße. Es hat sich auch noch niemand gefragt, warum man mit einem 3,5 Zoll Display ins Internet gehen muss. Vielleicht hat auch noch kaum einer der Besitzer darüber nachgedacht, dass vergleichbare MP3-Player nur die Hälfte kosten.

Weiter geht's mit dem oberstylischen I-Phone - sowas wie Ich-Telefon oder Innovation-Telefon, je nachdem wofür das I gerade steht. Am Montag kam, (unglaublich, oder??!!) die dritte Generation des 600€-Schmuckstücks raus. Neben zighundert sogennanten Apps (etwa Wasserwaage, Taxi-Ruf und Ausgabenrechner) gibt's da dann auch noch eine Kamera, die aktuell zwar keine Videos aufnehmen kann, aber was macht das schon bei 2 Megapixeln. Mit dem 3G[s] geht das ja jetzt alles, nur eben wieder etwas teurer. Warum ein Mobiltelefon neuerdings auch schlechte, rauschende Bilder aufnehmen können muss, weiß der Geier. Die Fachpresse jedenfalls lauert schon wie eine Meute Geier auf das neue Gerät für 1200 D-Mark, gut, wenigstens ohne Vertrag. Mit geht's billiger.

Die Krone der Apfelschöpfung ist gewiss der Macintosh, ein Personal Computer nur mit schniekem Design und einem megatollen Betriebssystem. Der billigste kostet dich 599 Euro, also etwa 1200 D-Mark. Dafür gibt es dann ein Betriebssystem, dass eigentlich nur mit Apple-eigener Software nützlich wird. Gut, beim Browser Safari haben die Kollegen zumindest in der Version 3 bei Opera abgeschaut. Und IPhoto ist auch nur Picasa mit anderem Namen. Aber wen stört's.

Immerhin können alle Apple-Produkte vor allem eins: Megageil aussehen. Eloxiertes Aluminium, Glas, Shining-Displays, klare Konturen (ich gerate gleich in Ekstase). Und sie kosten einiges. Aaaaber...die Jugend sieht damit auf jeden Fall gut aus. Und man muss sagen, jedem Apple-Besitzer sieht man seine Bonität direkt an.

Andererseits haben es einem die größten Erzfeinde aus Redmond, Washington nicht wirklich schwer gemacht, der Versuchung zu verfallen, das gesamte Taschengeld umgehend Steve Jobs auszuhändigen. Windows Vista war zwar für mich ein tolles Betriebssystem, aber die Software die mit eienm Mac kommt ist wirklich wesentlich schöner und produktiver. Auch passt alles toll zusammen. Man muss auch keine nervige Produktaktivierung durchführen, wenn man seine Grafikkarte wechselt. Und der Zune, angeblicher I-Pod-Killer von Microsoft, hat's nicht so ganz drauf. Ihn gibt's deswegen auch nicht einmal in Europa.

Und ja, richtig neidisch muss ich zugeben, dass mein Medion-PC nicht so stylisch und flink ist wie ein Mac. Die Hardware passt halt mal besser mal schlechter auf's Betriebssystem.

Trotzdem ist es mir das echt nicht wert, und ich bleibe bei meinem Nokia 3310, dem 128MB MP3-Player und einem Windows Vista...

Veröffentlicht am 20.06.2009 von Raphael.

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Kommentare

Thorben schrieb am 21.07.2009, 11:26 ( #1 )
Sorry, aber vermutlich hast Du noch nie länger als 1min an einem Mac mit OSX gesessen, sonst würdest Du freiwillig nie wieder Vista nutzen. Einen Tag ohne Abstürze, Jahre ohne Neuinstallation, Leben ohne Viren - tja, man kann nicht alles haben.

Und vermutlich ist Dir auch noch nicht aufgefallen, dass ein MARKENrechner aus anderem Hause mit Windows ziemlich genausoviel kostet wie ein Mac (Sony, Dell,...). Aber es ist immer leichter OEM-Hardware-Preise mit dem eines Komplett-Marken-Systems zu vergleichen.

Sicherlich ist auch bei Apple nicht alles Gold, aber die Bedienung aller Geräte ist durchdacht und benutzerfreundlich. Die Geräte harmonieren miteinander und funktionieren einfach.

Und wenn Du sowas nicht haben willst, kauf es nicht. Aber verplempere auch nicht unsere Zeit mit unqalifierten Halbwissen über Produkte, die Du noch nie richtig genutzt hast. Sowas nervt.
Raphael schrieb am 22.07.2009, 20:23 ( #2 )
Kleine Korrektur: Ich hab oft genug am IMAC in der Schule gesessen und hier und da auch mal andere ausprobiert. Fakt ist, dass du wohl noch nie Windows Vista benutzt hast. Sonst wüsstest du, dass NT 5.1 nahezu absturzfrei ist. Dazu kommt die maximale Versorgung mit qualitativ hochwertiger Software sowohl Free- als auch paid. Daneben ist sogar mein uralter ALDIcomputer (4 Jahre) mit Vista kompatibel. Und wenn du dir mal das Dell-Volksnotebook ansiehst merkst du vllt, dass DELL-Produkte weit weniger kosten, als du uns Glauben machen willst. Es ist halt nur schwerer, einen so "aggressiven" Kult um Noname-PCs aufzubauen wie um Apple-Produkte.

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