Die spannendste Liga der Welt

46 Jahre ist die deutsche Bundesliga nun alt. Deren erfolgreichste Mannschaft, der FC Bayern München, besucht sie seit 44 Jahren durchgehend und konnte sich bis jetzt 20 Mal die Meisterschaft sichern. Kein Wunder also, dass viele Fußballfans sich über viele langweilige Spielzeiten beschweren, denn nicht selten dominierte der bayerische Verein die ganze Saison über. Auch in dieser Spielzeit dachte man, dass den „Münchener Jungs“ wohl niemand das Wasser reichen kann. Doch es kam ganz anders…


23 Spieltage ist diese Saison nun alt und ein klarer Kandidat auf die Meisterschaft ist noch immer nicht gefunden. In der Hinrunde sah es lange Zeit so aus als würde der TSG 1899 Hoffenheim – ein Aufsteiger – die Sensation gelingen und den großen FC Bayern abhängen. Als es dann in die Winterpause ging waren beide Clubs gleichauf, doch noch drei andere Vereine waren ihnen mit höchstens 3 Punkten Rückstand dicht auf den Fersen. Von diesen dreien hätten die meisten Experten aber auch nur auf den Hamburger SV gewettet. Dass die Werkself aus Leverkusen und der Hauptstadtclub aus Berlin sehr intensiv vorne mitmischen war dagegen eine große Überraschung.

Bis zum 20. Spieltag konnten die Hoffenheimer ihre Tabellenführung noch behaupten, mussten sie aber durch eine Niederlage gegen Leverkusen an die Hertha aus Berlin abgeben. Spätestens jetzt staunte ganz Fußballdeutschland nicht schlecht, denn die Münchener standen durch eine Niederlage gegen eben diesen neuen Tabellenführer nur noch auf Rang vier.

Das Glück der Hauptstädter sollte eine Woche später aber schon wieder vorbei sein, denn nun verlor man gegen die zweite Werkself der Liga, den VfL Wolfsburg, der sich mit kleinen und leisen Schritten der Tabellenspitze näherte. An dieser stand nun aber der HSV, vor Hoffenheim. Die Münchener dagegen kamen dank einer Niederlage gegen vermeintlich schwache Kölner nicht von der Stelle und schlugen ihre Wurzeln auf dem vierten Rand.

Diese Wurzeln halfen aber nichts, denn schon eine Woche später mussten die Bayern auf Platz fünf umziehen. Nachdem man unter der Woche noch mit einem 5:0 gegen Lissabon in der Champions League glänzte, kam man nicht über ein 0:0 gegen Werder Bremen heraus. Anzumerken sei auch noch, dass die Hanseaten über 75 Minuten lang nur mit 10 Mann spielten und über die ganze Saison gesehen sehr enttäuscht hatte. Der 11. Tabellenplatz nach 22 Spieltagen deckte sich jedenfalls nicht mit den Ambitionen auf eine Teilnahme in der Champions League.

An der Spitze dagegen kam es erneut zu einem Machtwechsel. Die Berliner setzten sich wieder ganz nach oben und entthronten den HSV. Hoffenheim rutschte gleichzeitig auf den dritten Platz ab und spürte nun den Atem der Wolfsburger.

An diesem Wochenende ging der 23. Spieltag zu Ende und es ist so spannend wie nie. Zwar ist Berlin mit 46 Punkten nun Tabellenführer und hat 4 Zähler Vorsprung auf den, nein die zweiten, aber wer sich den Saisonverlauf ansieht, wird wohl kaum an einen Durchmarsch glauben. Den zweiten Rang belegen Punkt- (42) und Differenzgleich (+18) der FC Bayern München und die TSG 1899 Hoffenheim. Mit ebenfalls 42 Punkten folgt Wolfsburg auf dem vierten Rang. Fünfter sind die Hamburger – mit 42 Punkten.

Es werden also noch heiße 11 Spieltage und ich bin mir sicher, dass der deutsche Meister auch erst am letzten Spieltag gekrönt wird. Zu oft dachten Fans und Experten, dass die Münchener nun endlich davonziehen würden. Auch ich als „Roter“ war natürlich überzeugt davon, dass wir in der Rückrunde nichts mehr anbrennen lassen. Doch nach 3 Niederlagen in 5 Spielen sieht es nicht so aus, als würde die Mannschaft es in dieser Spielzeit noch schaffen die Liga zu dominieren. Mir würde es dagegen schon reichen, wenn die Bayern nach einem spannenden letzten Spieltag die Nummer eins sind, vielleicht sogar zum ersten Mal in dieser Saison. Als Vizemeister könnte die Hertha aus Berlin folgen, verdient hätten es die Jungs ja.

Veröffentlicht am 09.03.2009 von Fabian.

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