Bemerkenswerte Aussagen (Episode 1)

Manchmal gibt es sie einfach, nein nicht manchmal, täglich: Wohlwollend ausgedrückt bemerkenswerte Aussagen. Unter diesem Euphemismus verstehen erzählen wir auch von saudämlichen Statements, hirnrissigen Ideen und dummen Aktionen aus dem ganz alltäglichen Leben.


Folgendes ist wirklich so geschehen, gerade erst vor 2 Tagen, bei uns an der Schule. Der Erdkunde-Lehrer sagt sinngemäß:

Sie halten nun ihre Klausur in den Händen. Ich will ihnen ja mal eins sagen: Was ich da bei der dritten und damit letzten Aufgaben hab lesen müssen ist katastrophal. Es ging hier um die zunehmenden sozialen Misstatände durch die Verarmung der Kaffeebauern in Komlumbien bedingt durch den Verfall des Weltmarktpreises um 2001. Viele dieser Farmer bauen nun Coca- und Mohn an, um ins Drogengeschäft einzusteigen. Jetzt lautete ihre Aufgabe: Skizzieren Sie Möglichkeiten, die Verarmung der Bauern aufzuhalten. Ein Schüler hat jetzt aber folgendes geschrieben, Herrschaften:

Ich finde die Plantagenbesitzer sollten mehr Coca- und Mohn anbauen.

Da denke ich mir: Na klar! Wenn man als Diagnose Leberzirrhose erhält, genehmigt man sich am besten erst mal einen doppelten Drink darauf. Hexenschüsse therapiert man demnächst mit einem Hieb auf den Rücken und Arbeitslosigkeit bekämpfen wir demnächst, indem wir Harz IV-Empfänger zu einem Beruf erheben. Weiter so!


Ein anderes Statement stammt von der offiziellen Website des Weißen Hauses. Dort gibt es Profile aller 44 US-Präsidenten. Im Profil von George Bush heißt es dort:

President Bush worked with the Congress to create an ownership society and build a future of security, prosperity, and opportunity for all Americans. He signed into law tax relief that helped workers keep more of their hard-earned money [...] On the morning of September 11, 2001, terrorists attacked our Nation. President Bush took unprecedented steps to protect our homeland and create a world free from terror. He was grateful for the service and sacrifice of our brave men and women in uniform and their families. The President believed that by helping build free and prosperous societies, our Nation and our friends and allies can succeed in making America more secure and the world more peaceful.

Ich denke, die US-Amerikaner leben aufgrund der zwei Kriege in Afghanistan und im Irak unsicherer denn je. Alleine schon bezogen auf die Soldaten und im erweiterten Sinne auch durch die höhere Terrorbereitschaft radikal-islamistischer Organisationen. Eine Welt frei von Terror hat Bush garantiert nicht geschaffen ... aber wie könnte man auch von offizieller Seite Bushs wahres Werk darstellen?

Veröffentlicht am 23.01.2009 von Raphael.

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