Bewölkter Himmel. Eine gigantische Wolke zieht sich von Horizont zu Horizont. Wir Menschen wirken im Vergleich zu ihr wie winzige Nichtigkeiten. Aber ist diese Wolke wirklich so groß, wie sie scheint? Kommt ganz darauf an, in welchem Maßstab man denkt. Zoom In und Zoom Out mal anders ...
Bewölkte Tage haben für mich immer etwas Ehrfurcht gebietendes. Wenn die Wolkendecke von einem Horizont zum anderen reicht und der gesamte Himmel grau erscheint und man sich bewusst wird, wie absolut gigantisch groß diese Wolke ist, dass sie eine derart riesige Fläche von Horizont zu Horizont abdecken kann. Wie riesig ist diese Wolke im Vergleich zu uns Menschen. Für unsere Verhältnisse absolut gigantisch. Doch schaltet man den Wetterbericht ein bekommt man ein Satellitenbild von Deutschland zu sehen. Auf diesem Bild befindet sich ein kleiner weißer Fleck. Dieser kleine weiße Fleck stellt die absolut gigantische Wolke dar, die von Horizont zu Horizont reicht und den gesamten Himmel grau färbt. Doch obwohl sie so groß ist deckt sie nur einen winzigen Teil dessen ab, was wir Deutschland nennen.
Holt man jetzt einen Atlas heraus, schlägt die Seite auf, auf der die komplette Erde abgebildet ist und sucht Deutschland muss man erstaunt feststellen, das es nur ein winzigkleines Land auf dem ist, was wir Erde nennen. Auf dieser Weltkarte würde die Wolke, welche groß genug ist um von Horizont zu Horizont zu reichen, gerade mal einen weißen Punkt darstellen, den man im Zweifelsfall mit einer Lupe ausfindig machen müsste. Und trotzdem ist diese Wolke, welche global betrachtet so winzig ist, für unsere Verhältnisse gigantisch groß.
Die Erde wiederum ist ein Teil dessen, was wir Sonnensystem nennen. In diesem Sonnensystem stellt die Erde nur einen kleinlichen Punkt dar. Ein Punkt, der im Vergleich zur dem, was wir Sonne nennen, im Grunde nichts weiter ist als ein Partikel. Erst recht, wenn man ihn mit den Maßstäben des gesamten Sonnensystems misst. Bereits hier haben wir Ausmaße erreicht, die sich nicht mehr viele Menschen tatsächlich vorstellen können. Im Sonnensystem hat die Wolke, welche doch so groß ist, das sie von Horizont zu Horizont reicht keine Bedeutung mehr, so klein ist sie.
Und dennoch ist das Sonnensystem nur ein nichtiger Bereich dessen, was den Namen Galaxie, oder Milchstraße, trägt. Diese Galaxie ist so unvorstellbar groß, das weder die Wolke, die von Horizont von Horizont reicht, noch der Planet Erde, noch das gesamte Sonnensystem eine bedeutsame Rolle spielen. Geschweige den der Mensch.
Trotzdem ist diese Galaxie, welche größer ist, als alles, was sich die meisten Menschen vorstellen können, ein völlig unbedeutendes Nichts, misst man es mit dem, was wir Universum nennen. Im Universum gibt es unzählige dieser Galaxien, manche sogar um einiges größer als die unsere. In diesen unzähligen Galaxien gibt es unzählige Sterne, oder auch Sonnen genannt, um die sich unzählige Planeten scharen. Das Universum hat schlichtweg Ausmaße, welche sich nun letztendlich tatsächlich kein Mensch mehr so wirklich vorstellen kann.
Angefangen haben wir bei einer Wolke, welche so groß ist, dass sie von Horizont zu Horizont reicht und aufgehört haben wir bei etwas, in dem diese Wolke nicht einmal mehr den Hauch einer Rolle spielt. Aufgehört haben wir bei etwas, das so groß ist, dass man es sich nicht einmal mehr vorstellen kann. Dem Universum.
Doch was, wenn unser Universum nicht das einzige ist? Was, wenn es noch andere Universen gibt? Welten, die parallel zu unserer existieren aber in einem anderen Raum-Zeit-Gefüge, sprich Paralleluniversen. Wenn es sie gibt, so lautet die nächste Frage, wie viele es davon gibt. Gibt es unendlich viele, unendlich große Paralleluniversen? So viele, dass ein Universum, unser Universum, für sich allein wie ein unbedeutender, kleiner Hauch von Nichts erscheint?
Und wenn sogar etwas, was größer ist, als alles, was sich ein Mensch vorstellen kann zu einem nichtigen Fragment verblasst, welche Rolle spielt da noch eine Wolke, welche auf dem Planeten Erde von Horizont zu Horizont reicht? Oder was viele Menschen noch mehr interessieren dürfte: Welche Rolle spielen wir? Nun ... wir sind schlichtweg so unmerklich klein im Vergleich dazu, dass man sich fragen muss, ob wir überhaupt auch nur den Hauch einer Rolle spielen.
Doch lassen wir diesen Gedanken einmal im Raum stehen. Ebenso die Theorie der Paralleluniversen und gehen zurück zu unserem eigenen.
Unser Universum. Größer als alles, was sich ein Mensch vorstellen kann.
So groß, dass eine Galaxie, wie unsere Milchstraße darin verblasst.
So groß, dass ein Stern, wie unsere Sonne darin verblasst.
So groß, dass ein Planet, wie unsere Erde darin verblasst.
So groß, dass ein Land, wie Deutschland darin verblasst.
So groß, dass eine Wolke, wie die, die von Horizont zu Horizont reicht, darin verblasst.
So groß, dass ein Mensch, wie du und ich, darin verblasst.
Ein Ort, der so groß ist, dass all dies zu einer unbedeutenden Nebensächlichkeit verkommt. Und wenn man das nun erst einmal begriffen hat, wie kann man dann nur behaupten, unser Planet sei der einzige im Universum, auf dem Leben entstanden ist?
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